Canon G9 X Mark II

Canons ursprüngliches Ziel war preisgünstige Nachbauten der damals technisch führenden Kleinbildkameras von Leica und Contax herzustellen. Mittlerweile ist Canon der größte Kamerahersteller der Welt und dürfte vielen ein Begriff sein. Neben Kameras bietet Canon unter anderem Drucker, Scanner, Fax- und Kopiergeräte, Ferngläser und Mikrofilm-Lesegeräte. Seit 2014 besteht zwischen Canon und dem US-Hersteller für 3D-Drucker, 3D Systems, eine Unternehmenskooperation. Die Kooperation umfasst den Vertrieb und Support der 3D-Drucker von 3D Systems.

PUNKT 1

bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Lange wurde die Verpackung nicht begutachtet, denn das erste was mir auffiel, war eine Information auf der vorderen mit dem Aufdruck „Bitte beachten Sie die Kamerafarbe auf der Seite der Verpackung.“ Ich bin generell kein Freund davon und wünsche mir, dass die richtige Kamera darauf präsentiert wird. Dennoch: die nötigsten und wichtigsten Informationen beinhaltet die Verpackung.


Die Kamera und das mitgelieferte Zubehör waren in eingewickelten Plastikfolien und in passgenau ausgestanzter Schablone geschützt und fixiert.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Die G9 X Mark II wird in zwei Farben vorgestellt: Schwarz und Silber. Mit 9,8 x 5,8 x 3,1 Zentimetern ist die Kamera zudem die kompakteste 1“ Sensor Kamera am Markt und wiegt gerade mal 206 Gramm. Durch die schlanke Form ist die Kompaktkamera ebenso sehr handlich.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

An der Verarbeitung kann man nicht schnörkeln. Das Drehrad ist leichtgängig, ändert die Position aber bei leichtem Kontakt nicht.

Die Kamera wirkt generell sehr robust, nur ist das Display leider nicht schwenkbar, so muss es auch dementsprechend geschützt würden. Das geringe Gewicht wirkt sich keineswegs negativ auf die Stabilität aus.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

PUNKT 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Bedienung

Touchscreen! – Ein 3“ Touchdisplay mit 1,04 Millionen Subpixel erleichtert das Bedienen um ein Vielfaches. So muss nicht jedes Mal wieder Menüpunkt aufgerufen werden, wie zum Beispiel bei spontanen Makroaufnahmen. Auf dem Bildschirm befindet sich das Fokussiersymbol, einmal drauf, die gewünschte Fokussierung auswählen und fertig. Schnelles arbeiten mit der Powershot G9 X Mark II ist garantiert. Wie üblich, befindet sich das Daumenrad oben rechts, gleich links das Bedienteil für das Zoomen und in der Mitte des Ringes der Auslöser. Weiters auf der oberen Seite: ganz links eine Schiebetaste, dadurch springt der Blitz hoch und zentral Play-Taste, sowieso Ein-Aus-Taste.

Auf der vorderen Seite sind nur 4 Tasten in einer Linie angebracht. Oben Record, Settings folgend, Menüpunkt und zuletzt die Info Taste. Auf der rechten Seite befindet sich die Taste für das aktivieren von Wifi, welcher aber auch mit dem entsprechenden Symbol gekennzeichnet ist. Alle Tasten sind durchdacht positioniert und sehr gut und einfach Bedienbar.

(Bedienung: 4,5 von 5 Punkten)

Technik

Wie bei den meisten Kompaktkameras von Canon, wurde auch hier nicht auf ein 13,2 x 8,8mm großen, rückwärtig belichteten CMOS-Sensor (1,0-Zoll-Klasse) mit einer Auflösung von 20,1 Megapixel verzichtet. Als Bildprozessor kommt Canons DIGIC 7 Chip zum Einsatz. Das fest eingebaute, optische 3-fach-Zoom hat einen Brennweitenbereich von 10,2 – 30,6 mm (KB-Äquivalent 28 – 84 mm) und eine maximale Öffnung von F2,0 – F4,9. Die Verwackelungsgefahr wird durch einen IS-Bildstabilisator verringert. Im Weitwinkel fällt die Lichtstärke des Objektives mit F2 hoch aus – am Teleende mit F4,9 geringer. Ein eingebauter ND-Filter macht es möglich bei Sonnenschein mit offener Blende von F2 zu arbeiten. Die Verschlusszeit kann zwischen 30 Sekunden und 1/2.000 Sekunden angepasst werden, die ISO-Empfindlichkeit zwischen 125 -12Einen Sucher besitzt die Kamera leider nicht. Die Reaktionsgeschwindigkeit des Autofokus erfreut mit ca. 0,15 Sekunden.

Für die Konnektivität hat die Canon G9 X Mark II W-LAN, Dynamic NFC und Bluetooth mit an Bord, zudem kann die Kompaktkamera auch über ein USB-Kabel aufgeladen werden.

(Technik: 4 von 5 Punkten)

Bild & Video

Durch den DIGIC-7 Bildprozessor kann die Kompaktkamera bis zu 6,1 Bilder pro Sekunde in voller Auflösung speichern. Die Belichtungsmessung arbeitet sehr genau, so kann man die Arbeit getrost der Kamera überlassen. Aber auch bei direktem Gegenlicht leistet die Kamera gute Arbeit. Makroaufnahmen gelingen ebenfalls gut – das Bokeh ist zwar nicht sehr sanft aber dennoch angenehm. Der Zoom-Bereich ist nicht besonders optimal, gerade bei Motiven an die man nicht näher rankommt. Da hilft aber Digital-Zoom, welches maximal 4-fach geht, allerdings auf Kosten der Bildqualität. Nachtaufnahmen lassen sich auch gute machen, wobei man da auch nicht hineinzoomen sollte – sonst gibt’s Bildrauschen. Gestochen scharfe Bilder verspricht Canon, aber bei der 100-Prozent-Ansicht bemerkt man schnell, dass diese Aussage fast nur die Mitte des Bildes betrifft. Am Rand fällt die Bildschärfe leicht ab. Das Fotografieren bei wenig Licht kann auch Spaß machen.

Durch DIGIC-7-Chip lassen sich Videos in Full-HD sehr scharf aufnehmen. Zudem werden Videos in Full-HD mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde aufgezeichnet. Ein eingebautes Stereomikrofon hält die Geräusche fest.

(Bild & Video: 3,5 von 5 Punkten)

1/125 Sek bei F/4,0 - ISO 125
1/1250 Sek bei F/4,5 - ISO 125

1/640 Sek bei F2,0 - ISO 200
1/125 Sek bei F/11 - ISO 200

PUNKT 3

bestehend aus „Beschreibung und Preis-/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Die angegebenen technischen Daten seitens Hersteller entsprechen der Realität. Generell bekommt man sehr gute Bilder mit der hohen Lichtstärke. Für mich persönlich wäre es eine Immer-Dabei-Kamera, die gute Bilder macht, wenn es schnell gehen muss. Absolute Premium-Ergebnisse, wie Canon es verspricht sind es nun auch wieder nicht.

Preis/Leistung

Es gibt zwar viele Pro’s aber auch zu viele Contra’s. Einen Sucher besitzt die Kamera wie erwähnt nicht. Schwenkbares Display fehlte mir ebenfalls sehr, so ist es garantiert, dass man hin und wieder mal auf dem Boden liegt um Bilder zu machen. Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 499€ bekommt man durchaus etwas Gutes geboten. Allerdings würde ich ein paar Euros mehr drauflegen für eine Kamera mit Sucher, was natürlich viel Wert ist.


Somit ergibt sich unter Berücksichtigung aller Teilwertungen folgende testr – Bewertung:

Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen.

Tags:

Die Tests könnten dich auch interessieren!