Canary

Das Unternehmen Canary Connect, Inc. wurde von Chris Rill, Adam Sager und Jon Troutman gegründet. Auf die Idee der Entwicklung und Herstellung von eigenen Sicherheitssystemen kam Chris Rill, als dieser eines Tages von einem Urlaub nach Hause kam und feststellen musste, das bei ihm eingebrochen wurde. Schon am darauf folgenden Tag startete er die Entwicklung eines eigenen Sicherheitssystems.
Zeitgleich machte sich Adam Sager am anderen Ende der Welt Sorgen darum, was während seiner Abwesenheit zu Hause passieren könnte. Er suchte darauf nach einem Sicherheitssystem, das sich einfach einrichten lässt und zugleich nicht allzu teuer ist. Aber ihm wurde klar, das es so was bisher nicht gibt. Seine Vision teilte er mit Chris und Jon – so fing alles mit Canary an.

Im Juli 2013 starteten die drei gemeinsam die bislang erfolgeichste Crowdfunding-Kampagne auf Indiegogo. In einem Monat wurden 10.000 Geräte in 78 Ländern vorverkauft. Dieser Erfolg zeigte, dass Canary ein Produkt ist, auf das viele Menschen gewartet haben. In den USA ist Canary seit 2014 erhältlich, bei uns startete der Verkauf erst Juni diesen Jahres. Canary ist ein All-in-One Sicherheitssystem mit zahllosen Sensoren und intelligenten Alarmfunktionen.

PUNKT 1

bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung fühlt sich hochwertig an und macht auch einen sehr guten Gesamteindruck. Die Verpackung besteht aus einem schwarzen Karton um den ein Mantel aus weißer Kartonage gewickelt ist. Auf der Vorderseite ist das Gerät zu sehen, sowie einige Features genannt. Die rechte und linke Seite beschäftigt sich mit den Funktionen. Auf der Rückseite ist der Packungsinhalt in englischer, deutscher, französischer, italienischer, spanischer und portugiesischer Sprache aufgelistet. Oben und unten sieht man den schwarzen Karton der sich darunter befindet.

Canary
Canary

Sobald man es geschafft hat den Karton aus dem Verpackungsmantel herauszubekommen kann man den Deckel abnehmen und erblickt sofort den Canary und eine Bedienungsanleitung. Unter der Bedienungsanleitung verbergen sich die Zubehörteile: USB-Ladegerät, ein Micro-USB-Kabel und ein Aux Kabel. (Verpackung: 2,5 von 5 Punkten)

Design

Canary hat von seinem Entwickler eine zylindrische Form spendiert bekommen, die sehr an die einer Getränkedose erinnert. Mit einem Durchmesser von 7 cm und einer Höhe von 15 cm ist Canary nicht die kleinste Überwachungskamera im Handel. Aber stellt man sie zum Beispiel in ein Regal, fällt sie auf den ersten Blick dennoch nicht direkt auf. Ein LED-Ring an der Unterseite leuchtet je nach Status in verschiedenen Farben. Aufgrund des Designs ist eine Wand- oder Deckenmontage leider nicht möglich. Neben dem in diesem Test gezeigten mattweißen Modell gibt es noch die mattschwarze Variante. (Design: 3,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

An der Verarbeitung gibt es kaum etwas zu bemängeln. Das Gehäuse selbst ist aus Aluminium hergestellt, dadurch hat Canary zwar ein etwas höheres Gewicht als einige Konkurrenten, aber gleichzeitig lässt dies das Gerät hochwertiger wirken. Das runde mattweiß eloxierte Aluminium Gehäuse ist an der Ober- bis Unterseite, sowie an der Font entlang von einem schwarzen Kunststoffstreifen unterbrochen. Unter anderem ist in diesem Streifen die Kameralinse, das Mikrofon und der LED-Statusring untergebracht.

Durch die gummierte Oberfläche an der unteren Seite ist sie zudem rutschfest und steht somit sicher auf der Oberfläche. Ein kleiner Kritikpunkt, den wir euch nicht verheimlichen möchten ist die klappernde berührungsempfindliche Oberseite, wenn auf diese mit dem Finger stärker getippt wird. (Verarbeitung: 3,5 von 5 Punkten)

PUNKT 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Einrichtung und Konfiguration

Um das System nutzen zu können, muss es zuerst eingerichtet und konfiguriert werden. Dazu hat man zwei Möglichkeiten: entweder über Bluetooth oder mit dem mitgelieferten Klinkenkabel am Computer. Wir haben uns für die Bluetooth-Variante entschieden, was auch ohne jegliche Komplikationen funktioniert hat. Canary hat sich mit dem in unserem Test eingesetzten iPhone 7 Plus in wenigen Sekunden verbunden. Auf dem Gerät muss die Canary App (erhältlich für iOS und Android) installiert sein, die Schritt für Schritt mithilfe von Bildern die genaue Vorgehensweise erklärt.

Um die Erstellung eines Benutzerkontos kommt man nicht herum, dafür müssen die E-Mail-Adresse, der vollständige Name und sogar die Mobilnummer angegeben werden. Zusätzlich benötigt die App eine Freigabe des Standortes. Dies ermöglicht der Canary Überwachungskamera, sich beim Verlassen der Wohnung oder dem Haus automatisch einzuschalten bzw. auszuschalten. Leider können die aufgezeichneten Videos von Canary nicht auf eine Speicherkarte gesichert werden, sondern ausschließlich in einer Cloud. Als letzter Schritt der Konfiguration installiert Canary noch die neuste Firmware. Die Einrichtung inkl. Firmwareupdate dauerte 12 Minuten. (Einrichtung & Konfiguration: 4 von 5 Punkten)

Funktionsumfang und Bedienung

Das Herzstück der Canary ist die 1080p Kamera mit einem 147 Grad Blickwinkel. Zusätzlich verfügt sie über einen Nachtsicht-Modus, einen Bewegungssensor, Sensoren zur Messung der Temperatur und der Luftqualität, eine beachtlich laute Alarm-Sirene mit 90db und ein Mikrofon.

Canary1

(Bild: Canary)

Mit der Sirene verfügt Canary über eine Funktion, die von der Konkurrenz kein anderer besitzt. Somit muss man nicht zusehen, wie einem das Haus leer geräumt wird, sondern kann mit dem Alarm den Einbrecher abschrecken. (Funktionsumfang und Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Software

Die Smartphone App ist sehr durchdacht und einfach zu bedienen. Beim Öffnen der App werden direkt die gemessenen Werte der Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit sowie der aktuelle Modus angezeigt.

Besonders gut gefällt uns die „Auto-Modus Umschaltung“ Ist diese Funktion aktiviert, wechselt der Canary automatisch zwischen den Modi: Zuhause, Unterwegs und Nacht. Dies wird mithilfe des GPS der verbundenen Geräte realisiert. Anders als bei herkömmlichen Alarmsystem muss man sich beim Canary nicht um das entschärfen und aktivieren der Anlage kümmern. Für diese Funktion ist es jedoch wichtig, dass die Mobilfunkgeräte aller Haushaltsmitglieder mit der App bestückt werden.

Canary Bild

(Bild: Canary)

Auf dem Startbildschirm der App gibt es außerdem noch einen „Live“ Button, der wie der Name schon andeutet den Livestream aktiviert. Befindet man sich im Livestream, sind unten 2 Buttons dargestellt. Mit dem man entweder die 90 Dezibel laute Sirene auslösen kann, oder direkt eine Telefonverbindung z.B. zur Polizei, Feuerwehr oder einem medizinischen Notdienst getätigt werden. Diese Nummer muss man zuvor in den Einstellungen eingeben.
Der Livestream hatte in unserem Test eine Verzögerung von ca. 12 Sekunden.

In der sogenannten Timeline können alle von Canary aufgezeichneten Videos und Ereignisse aufgerufen werden. Hier wird aber auch protokolliert, wann das Haus verlassen oder betreten wird. Diese Funktion lässt sich nicht deaktivieren und im Bezug auf die Privatsphäre ist das etwas kritisch. Das wird sicherlich nicht jedem gefallen, da man keine Kontrolle darüber hat welche Daten Canary nutzen könnte.
Für alle Apple Watch Besitzer gibt es auch nützliche Funktionen, denn die Canary App unterstützt auch Smartwatch. Auf der Smartwatch werden nicht nur Benachrichtigungen angezeigt, sondern auch die Aufnahmen von Canary. (Software: 4 von 5 Punkten)

Bild-/ Videoqualität

Die Bildqualität der integrierten HD-Kamera (1080p) ist sehr gut, die hohe Auflösung lässt ein näheres Hineinzoomen in das aufgenommene Video zu. Die Weitwinkel Linse deckt 147° ab, daher sind auch etwas größere Räume für Canary kein Problem. Bei Dunkelheit schaltet Canary automatisch in den Nachtsichtmodus, dieser konnte uns auch bei völliger Dunkelheit von seiner guten Bildqualität überzeugen. (Bild-/ Videoqualität: 4 von 5 Punkten)

PUNKT 3

bestehend aus „Beschreibung und Preis-/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Die technischen Daten entsprechen der Realität. Auch bewirbt Canary die All-in-One-Alarmanlage als intelligente Sicherheit für jedes Zuhause. Vor allem im Vergleich zur Konkurrenz können wir dieser Aussage vollkommen zustimmen. Der Canary wechselt automatisch zwischen den Modi und bietet einige smarte Funktionen.

Preis/Leistung

Mit einer UVP von 219 € ist das All-in-One-Sicherheitssystem Canary für all diejenigen empfehlenswert, die auf der Suche nach einer Full-HD-Überwachungskamera mit praktischen extra Features sind. Das einzige Manko sind Videos, die länger als 12 Stunden zurückliege anzusehen. So muss man nach Ende der 14-tägigen Probezeit einen relativ teueren Cloud-Dienst bezahlen. So muss man doch etwas tief in die Tasche greifen, um Zugriff auf ältere Videos zu bekommen.

Die Abo-Preise belaufen sich wie folgt:


Somit ergibt sich unter Berücksichtigung aller Teilwertungen folgende testr – Bewertung:

Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen.

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